Von links nach rechts: DAAD-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta, der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier, der kenianische Vizepräsident und DAAD Alumnus William Ruto schauen sich im KIST DAAD-Poster an.

Wenn man bedenkt, dass Deutschland das erste Land war, das Kenia nach seiner Unabhängigkeit 1963 anerkannte, ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Kenia längst überfällig.

Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, kam schließlich vom 23. bis 26. Februar nach Kenia. Begleitet wurde er von einer Delegation aus deutschen Parlamentariern, Wirtschaftsvertretern und Gästen aus Kultur, Sport und Bildung. Der neu gewählte Präsident des DAAD, Prof. Joybrato Mukherjee, gehörte der Delegation an, und da er noch nicht einmal zwei Monate im Amt ist, war er viel schneller in Kenia als der Bundespräsident - ein Beweis dafür, dass Afrika dem DAAD, der weltweit größten Stipendienorganisation, wichtig ist.

Sichtbarkeit bekam die Arbeit des DAAD in der Region Ostafrika in einer Posterausstellung am Kiambu Institute of Science and Technology (KIST) in Nairobi. Achtzehn Poster informierten zu Programmen, Projekten und Aktivitäten des DAAD. Der DAAD Präsident Prof. Mukherjee, das Team der Außenstelle Nairobi zusammen mit Alumni und DAAD-Stipendiaten nutzten die Gelegenheit, mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und Kenia in Kontakt zu treten.

Von links nach rechts: DAAD-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, DAAD Nairobi Direktorin Be-ate Schindler-Kovats, Staatspräsident Uhuru Kenyatta, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Vizepräsident William Ruto, DAAD-Stipendiatin Caroline Kung'u am KIST.

Caroline Kung'u, PhD Stipendiatin am ICIPE und John-Bell Okoye, Doktorand mit einem DAAD Stipendium an der Daystar University, freuten sich, Bundespräsident Steinmeier und Staatspräsidenten Uhuru Kenyatta über ihre Erfahrungen im DAAD geförderten In-Country und In-Region Stipendienpro-gramm zu berichten und über die Wertschätzung, die sie als junge Doktorandin erfährt. Bell unterstrich die interkulturelle Erfahrung, von der er als nigerianischer Student in Kenia profitiert.

Die Mitarbeiterin des DAAD Nairobi Elizabeth Waithaka mit Delegierten am KIST.

Beide Staatspräsidenten betonten in ihren Reden an der Berufsbildungsstätte KIST, wie wichtig Ausbildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Kenias junge Generation sei. Steinmeier sagte zu, Kenia verstärkt bei der beruflichen Ausbildung und beim Aufbau einer Art Fachhochschulsystem zu unterstützen. "Deutsche Universitäten können Kenia beim Aufbau einer Universität für angewandte Wissenschaften helfen", so der Bundespräsident während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Nairobi.

Prof. Mukherjee war beeindruckt, wie groß das Netzwerk der DAAD Alumni ist und dass viele von ihnen in Führungspositionen an Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen und in der Politik sind. Beim Staatsbankett bedankte sich der Vizepräsident des Landes, William Ruto persönlich beim DAAD Präsidenten für das Stipendium des DAAD in den 90iger Jahren. Nicht nur Alumni, sondern auch Studierende und Hochschulmitarbeiter diskutierten engagiert mit Prof. Mukherjee an der Kenyatta University zum Thema "Was kommt als nächstes? Die Zukunft der afrikanisch-deutschen Zusammenarbeit im Hochschulbereich". Ein Institutionsbesuch am ILRI, das mit dem DAAD im Forschungsbereich kooperiert, der Besuch an der DAAD Außenstelle und ein Abendessen mit Vice-Chancellors and befreundeten Organisationen rundeten den Besuch des DAAD Präsidenten in Nairobi ab.

DAAD Präsident Prof. Joybrato Mukherjee (Mitte) während seines Besuchs des International Livestock Research Institute (ILRI) in Nairobi